· 

Summer Vibes and Thunderstorms - Teil 1

 

Für Sandro und mich war dieses Jahr klar, dass wir eine mindestens 14-tägige Frankreich Session im Sommer starten wollen. Doch dann kam alles anders und „Corona“ machte uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Da wir beide schon unsere Urlaube in der Firma fixiert hatten, mussten wir uns einen Alternativ-Plan überlegen. Schließlich wussten wir nicht, ob die Grenzen zu dieser Zeit offen sind. Nach langen Diskussionen und einigen Bierchen kamen wir zum Entschluss, dass wir 12 Tage zu einem, für uns sehr bekannten, Schotter-See fahren - dem Carpcenter R1.

 

Danach ging die Planungsphase los. Schließlich sollte bei 12 Tagen am Wasser nichts fehlen: 2 Zelte, Pavillon, 2 Gaskühlschränke, Bier-Tische und Bier-Bänke, Griller, Ladeboxen für die Elektro-Geräte und noch extrem viel anderes Zeug nicht zu vergessen.

Zu guter Letzt natürlich das Futter für die Karpfen und da setzten wir natürlich auf unsere Top Köder.

Nach langen Überlegungen bezüglich des passenden Futters und der Boiliesorte, kamen wir zu unserem Entschluss.

Wir entschieden uns, da es Sommer ist und die Fische vermutlich in Fresslaune sind, für unseren neuen Prototypen die „Basic Carbo“ und Sandros Lieblingsmurmel „Zolution“ in Größe 24 mm mitzunehmen.

 

 

 

Abgestimmt wurden diese mit einem Partikelmix und mit dem dazugehörigen Liquid, Hookbaits sowie die dazu passenden Pop ups unserer Boilies.

Am See angekommen waren wir der Meinung, dass wir genügend Zeit haben und die Fische sicherlich in Fresslaune sind.

So ging es für uns ans Beobachten des Wassers und Aufbauen unseres Camps, was enorm viel Zeit in Anspruch nahm. Als das Camp stand und wir uns an die Spot-Suche machen wollten, überraschte uns ein Platzregen. Binnen 20 Minuten stand unser ganzes Camp unter Wasser.

Danach ging es an die Spot-Suche. Schnell war für uns klar, dass wir einen großen Futterplatz aufbauen und mal richtig Futter geben, sodass die Fische mal 2 bis 3 Nächte in Ruhe fressen können.

Bevor wir diese Spots befischten, hieß es die ersten beiden Nächte für uns also, den Uferbereich abklappern und Fallen stellen, was nach erstem Anschein sehr gut funktionierte.

Sandro konnte den ersten Fisch nach nicht mal 24 Stunden an einem kleinen herunterhängenden Baum auf einen „Zolution“ Hookbait-Dumbell verbuchen und noch dazu war das auch gleich ein wunderschöner Koi.

 

 

Traumstart in die Session dachten wir.

Der nächste Biss ließ keine weiteren 10 Stunden auf sich warten. Diesmal war es meine Rute, die ablief. Sie war mit dem gleichen Köder bestückt, lag an der ersten Ufer Kante, aber leider wollte dieser Fisch nicht in den Kescher.

Trotzdem waren wir guter Dinge, dass unsere Futterplätze gut angenommen werden. Die dritte Nacht brach an und die Ruten lagen das erste Mal auf den Futterplätzen, die wir am ersten Tag mit reichlich Kugeln und Partikel gefüttert haben.

Guter Dinge machten wir es uns in unseren Liegen gemütlich, mit großer Hoffnung auf einen richtig DICKEN, aber die Nacht blieb fischlos.

Bei unserem Kaffee in der Früh diskutierten wir, wie wir jetzt weiter vorgehen. Wir entschieden uns, für Ruhe auf den Plätzen und ließen die Ruten, voller Vertrauen in unsere Köder, liegen.

Erneut zog ein Gewitter auf und wir hofften, dass uns der Regen in die Karten spielt und die Fische zu fressen beginnen. Über 50 Liter binnen kurzer Zeit ließ es herunter. Wieder verging die Nacht ohne irgendwelche Ereignisse. So ging es zwei weitere Nächte lang weiter. Der schwankende Luftdruck und die massiven Regenschauer jeden Tag waren sicher nicht vorteilhaft. Keinerlei Aktivität am ganzen See. Auch bei den anderen Anglern war es sehr ruhig.

 

 

 

1000 Gedanken strömten uns durch den Kopf, war es zu viel Futter die ersten Tage, passen unsere Rigs nicht, fischen wir den falschen Köder etc. Ihr kennt das alles selber.

Sandro blieb seiner Strategie treu. Ich hingegen änderte 2 meiner Köder und entschied mich für eines meiner absoluten Lieblingsrigs im Frühjahr und Winter.

Dies ist das Whity Pool Rig (beködert mit 2 halben 10 mm Citrus-Black Pepper Pop ups) und platzierte die Ruten punktgenau. Vor dem Einschlafen ging uns noch mal sehr viel durch den Kopf, aber das Positive war, dass es jetzt einen Tag durchgehend Regen ansagte.

Gemütlich brauste der Regen auf das Zelt, perfekt zum Einschlafen. Endlich um 5 Uhr der ersehnte Biss, rein ins Boot und der Drill begann schon mit weichem Knie, da ich noch immer keinen Fisch hatte. Nach gefühlter Ewigkeit lag der Fisch dann im Kescher und ich ließ einen lauten Schrei los.

 

 

Seid gespannt, was da auf euch im zweiten Teil wartet...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0